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Spenden auf dem Wege Allahs

 

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Bismillahirrahmanirrahim

[Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen]

“Ihr werdet Rechtschaffenheit und Frömmigkeit nicht erreichen, bis dass ihr von dem, das ihr liebt, (auf dem Wege Allahs) spendet. Und was ihr auch spendet (auf Seinem Wege), Allah wird es wissen.”

[Sure “Al Imran”, Vers 92]

Muslime sind angehalten, von ihrem Hab und Gut auf dem Wege Allahs zu spenden. Die islamische Literatur hält hierfür den Begriff infaq parat. An unzähligen Stellen fordert der Koran die Muslime dazu auf, miteinander zu wetteifern um gute Taten, zu spenden auf dem Wege Allahs sowie die Bedürftigen und Notleidenden in der Gesellschaft zu unterstützen. So heißt es z.B. in Sure Al Imran, Vers 92: “Ihr werdet Rechtschaffenheit und Frömmigkeit nicht erreichen, bis dass ihr von dem, das ihr liebt, (auf dem Wege Allahs) spendet. Und was ihr auch spendet (auf Seinem Wege), Allah wird es wissen.”

Unzählige Stellen im Koran rufen die Menschen dazu auf, sich gegenseitig zu überbieten in Wohltaten, miteinander zu wetteifern hierdrin. Und denjenigen, die dies tun, wird gewaltiger Lohn verheißen. [1] All diese Koranverse sowie die Hadise unseres Propheten (s.a.w.), aber auch seine vorgelebten Fallbeispiele haben in der muslimischen Gesellschaft ein ausgeprägtes Bewusstsein für das wohltätige Spenden, den infaq, entfacht. Nicht zuletzt dieses Bewusstsein war es, dass in der islamischen Welt das Stiftungswesen hat entstehen lassen. Auch hier ging uns unser Prophet (s.a.w.) wieder mit gutem Beispiel voran, als er z.B. sieben Teile seines Besitzes in Medina gestiftet hat für das Wohl der Gemeinde. Und auch die wohlhabenden unter seinen Gefährten, die Ashab, vermachten Teile ihres Besitzes als Stiftung. Folgende Losung hat diese Sensibilität für das Spenden in der Folge bei den Muslimen entstehen lassen: „Der Beste unter den Menschen ist der, der den Menschen dienlich ist. Der beste Besitz ist der, der auf dem Wege Allahs ausgegeben wird. Und der beste Besitz, der auf dem Wege Allahs ausgegeben wird, ist der, der einen Bedarf des Menschen deckt."

eine weitere Spielart des wohltätigen Spendens ist die sogenannte “fortwährende Spende” (türk. sadaka-i cariyye). Wie der Name schon sagt, umschreibt diese Art des Spendens eine Wohltat, die dem Gläubigen fortwährend als gute Tat gutgeschrieben wird. Folgender Hadis unseres Propheten (s.a.w.) lässt uns wissen, welche Spendenformen uns fortwährend Lohn bringen: “Wenn der Mensch stirbt, wird auch sein Tatenbuch geschlossen. Drei Gruppen sind hiervon ausgeschlossen: 1. Wer eine fortwährende Spende verrichtet hat. 2. Wer der Gemeinde nützliches Wissen hinterlässt (Studenten/Werke). 3. Wer gut erzogene Kinder hinterlässt, die für sein Wohl beten.” [2]

Diese “fortwährende Spende”, von der im Hadis die Rede ist, umschließt auch die frommen Stiftungen, die sogenannten evkaf. So treffen wir in der islamischen Welt, Wege, Brücken, Brunnen, Moscheen, Korankurse, Armenküchen, Krankenhäuser und Schulen wieder, die der Gemeinde als fromme Stiftung vermacht sind. Zunehmend aber auch in Deutschland, nämlich dort, wo muslimisches Gemeindeleben stattfindet und die Muslime mit ihren wohltätigen Spenden Gebetsstätten errichten bzw. Moscheekomplexe, die ihrerseits wieder weitere Einrichtungen der Wohlfahrt in sich bergen. Solange die Menschen diese Einrichtungen nutzen und von ihnen profitieren, werden ihren Stiftern und Unterstützern gute Taten gutgeschrieben. Zu ihren Lebzeiten aber auch und gerade nach ihrem Ableben. In diesem Sinne sind Stiftungen als eine der Spielarten des Spendens auf dem Wege Allahs nichts anderes als die praktische Umsetzung des Bewusstseins für eben diese fortwährenden Wohltaten. Sie zeugen in ihrer baulichen Ausgetaltung vom Glauben an das Jenseits und sind Materie gewordenes Zeugnis des bezwungenen Egoismus. Gleichzeitig dienen sie als bestes Beispiel für das Teilen und verkörpern die Liebe zu Allah auf die anschaulichste Art und Weise.

in einem weiteren Koranvers heißt es hierzu: “Die, welche ihr Hab und Gut spenden bei Tag und bei Nacht und im Verborgenen sowie öffentlich. Diese haben ihren Lohn bei ihrem Herrn. Nicht Furcht soll über sie kommen, noch werden sie jemals traurig sein.” [3]

An dieser Stelle beenden mit einem Hadis unseres Propheten (s.a.w.): “Der Lohn für eine Spende ist größer zu Zeiten, da du noch mächtig und gesund bist und deine Triebseele dich aus Angst vor Armut zum Geiz verleitet und du eigentlich hinter noch größerem Reichtum her bist. Schieb diese Angelegenheit nicht auf, bis dass der Tod vor deiner Tür steht und du erst dann sagst: ‘Gebt diesem soundsoviel und jenem soundsoviel.’ Dieser Besitz wird dann sowieso schon auf diesen oder jenen Erbberechtigten übergegangen sein.” [4]

  • [1] Baqara 2/148; Maida 5/48; Mu’minun 23/61.
  • [2] Muslim, Wasiya, 14.
  • [3] Baqara, 2/274.
  • [4] Buchari, Zakat 11
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